"Jägerstätter - spannend, ergreifend und fesselnd von Anfang bis Ende! Unbedingt anschauen!" Vorstellung besucht am 25.11.22

"Es war wirklich ein großartiger Theaterabend - unverständlich, dass nur relativ wenig Publikum da war.

Freunde des Theaters: Schaut Euch den 'Jägerstätter' an!!! 

Es lohnt sich wirklich."  Vorstellung besucht am 26.11.22

JÄGERSTÄTTER

von felix mitterer

Andreas Forsthofer als Franz Jägerstätter - muenchner helden*theater!
Andreas Forsthofer als Franz Jägerstätter - muenchner helden*theater!

Was geht bei einer Mobilmachung oder Teilmobilmachung in einem Mann vor, der eingezogen wird, um für den Irrsinn eines Despoten morden zu müssen und mit hoher Wahrscheinlichkeit dann selber umzukommen? Wie soll er reagieren?

 

Auch dem österreichischen Bauern und Widerstandskämpfer Franz Jägerstätter ist vor rund 80 Jahren nach dem Anschluss Österreichs an das Dritte Reich selbiges widerfahren. Das Theaterstück „Jägerstätter“ von Felix Mitterer beruht auf wahren Begebenheiten und erzählt von seiner Verweigerung des Kriegsdienstes für das Nazi-Regime und den Konsequenzen: Zuerst stempelt ihn seine Umgebung zum Verräter ab und grenzt ihn aus, weil sie vor den Machthabern kuscht. Schließlich wird er verhaftet und ins Gefängnis nach Berlin verschleppt und am Ende wegen „Wehrkraftzersetzung“ im Jahre 1943 in Brandenburg an der Havel hingerichtet.

 

Das Stück führt durch verschiedene Lebensstationen des 1907 geborenen Jägerstätter bis zu seiner Hinrichtung, und zeichnet damit seinen Entwicklungsweg zum Widerstandskämpfer nach. Es lässt uns eintauchen in einen intensiven, gefühlvollen Theaterabend, der zu Herzen geht. Aber es ist nicht der Schrecken, der uns atemlos macht, sondern das kraftvolle und leuchtende Beispiel dieses besonderen Menschen und seiner besonderen Ehefrau Franziska. Wir erleben die große Liebe dieser beiden, ihre Menschlichkeit und ihren tiefen Glauben. Die pure Inszenierung stellt die Darsteller*innen in den Mittelpunkt und lässt das Publikum hautnah dabei sein.

 

In der Person des Franz Jägerstätter, ein Mensch mit all seinen Stärken und Schwächen, mit Selbstzweifeln, aber einer klaren Haltung, zeigt Mitterer, dass es möglich ist, Haltung zu bewahren und sich nicht vereinnahmen zu lassen. Hätten das alle getan vor 80 Jahren, wäre es nicht so weit gekommen. Würde überhaupt wahnsinnigen Diktatoren der Gehorsam von der Mehrzahl der Menschen verweigert, hätten diese Despoten auch keine Macht, ihre eigenen Bürger zu Verbrechen zu zwingen.

 

In einer Zeit, in der die Rufe nach „starken Männern“ und Forderungen nach nationalen Egoismen wieder lauter werden, thematisiert das Münchner Heldentheater mit dieser Inszenierung, in der ein einfacher Landwirt im Angesicht der Unmenschlichkeit selbstlosen Mut und Anstand zeigt, dass demokratische Werte nie selbstverständlich sind, sondern immer und immer wieder verteidigt werden müssen. Demokratie erfordert nun einmal Haltung, Charakterfestigkeit und Mut. Die stärkeren Mitmenschen sind am Ende eben doch die Demokraten.

 

Felix Mitterer: "Vom Weg dieses sturen Bauern, dieses mutigen Mannes, der 'Nein' sagte zu einem verbrecherischen Regime, 'Nein' sagte zu den Massenmördern, wird das Stück handeln. Und von seinen Zweifeln und Ängsten, von seinen inneren Kämpfen, und von seiner Konsequenz, die uns weniger Mutigen ein Stachel im Fleisch ist."

Schauspiel: Ali Akbaba, Andreas Forsthofer, Markus Götz, Georg Grieshaber, Carmen Haselbeck, Nils Paskarbies, Katrin Schmölz, Katrin Thomaschewski, Bogdan Tolj

Bühnenmusiker: Holger Jerzembek
Bühnenbild: Mehrnoosh Esmaeilimatin

Video und Licht: Hans Weiß
Regie: Andreas Berner
Spieldauer: 1 Std. 45 Min.
Premiere: 24. November 2022 um 20 Uhr
Vorstellungen: 9./10./11. Dezember jeweils um 19:00 Uhr, 8. Dezember um 20 Uhr,

14./15. Februar 2023 jeweils um 20 Uhr

Publikumsgespräch nach der Vorstellung am 9. Dezember. Gäste: der Kulturreferent Anton Biebl und die Direktorin des NS-Dokumentationszentrum Mirjam Zadoff
Spielstätte: Einstein Kultur
Kartenpreise an der Abendkasse: 20 € normal / 12 € ermäßigt
Mit freundlicher Genehmigung des Wilhelm-Köhler-Verlags

Zuschauerstimmen:

"Jägerstätter - spannend, ergreifend und fesselnd von Anfang bis Ende! Unbedingt anschauen!"

"Wieder ein sehr gutes Stück. Das Heldentheater hat gute Schauspieler. Die Zeit verging wie im Flug. Es wahr sehr bewegend. Nach einer wahren Geschichte. Freue mich schon auf die nächste Inszenierung."

"Ich fand es sehr gut, sehr intensiv. Einige Szenen mit Gänsehauteffekt. Das 'Dorf' war krass."

"Kompliment an alle Beteiligten! Das Stück hat mich von Beginn an gefesselt.
Klasse, wie ihr die wahre Lebens-, Liebes- und Leidensgeschichte von Franz Jägerstätter gespielt und umgesetzt habt. Das Vorlesen der historischen Dokumente hat mich sehr berührt. Nicht zuletzt hat auch die facettenreiche Bühnenmusik dazu beigetragen, dass das Drama der Familie Jägerstätter noch lange in einem nachklingt. Ich freue mich schon auf die nächste Inszenierung ...!"

"Das man eine wahre Geschichte aus der dunklen Vergangenheit der Geschichte von Deutschland und Österreich neu als Theaterstück umsetzt, hat auch heute beileibe nichts an Aktualität verloren. Hervorragende Leistungen der Schauspielergruppe, musikalisch passend begleitet."

Mit freundlicher Unterstützung des Münchner Fensters

Katrin Schmölz als Franziska Jägerstätter - muenchner helden*theater!
Katrin Schmölz als Franziska Jägerstätter - muenchner helden*theater!

Unsere nächste Produktion:

Die perfekte Partie

von Judith Maria Grasbauer

Eine romantische Komödie für Paare. Wie sieht es mit der Liebe aus, wenn man geheiratet und Kinder bekommen hat ? Bleibt von der großen romantischen Leidenschaft nur noch gepflegte häusliche Langeweile?

 

Alex und seine Frau Gina kehren von ihrem ersten gemeinsamen Theaterabend seit zweieinhalb Jahren zurück in ihre Wohnung. Die zwei Kinder Basti und Peter schlafen ruhig in ihren Bettchen. Plötzlich stehen zwei fast vergessene Freude, Franz und Susie, vor ihrer Tür. Sie wollen nochmal auf die alten Tage anstoßen. Rasch zerbröckelt die anständige Mittelstandsfassade. Franz und Susie haben Geld und ein unmoralisches Angebot im Gepäck. Wird dieses Angebot die Ehe von Alex und Gina sprengen? 

 

Die perfekte Partie ist eine bitterböse Komödie über die Irrwege und Sackgassen des menschlichen Begehrens. Die Frage: Was hält Paare zusammen? Zugleich ist die perfekte Partie ein Portrait der deutschen Mittelschicht zwischen Abstiegsängsten und Konsumpflicht, zwischen Inflation, Hartz4 und „Lebe deinen Traum“.

 

Schauspiel: Anna Schmölz, Lena von Schönlaub, Stephan Gerster, Nils Paskarbies

Regie: Siegmar Warnecke

Premiere am 23. Februar 2023

Spieltermine: 24./25. Februar, 9./10./11./29./30. März jeweils um 19:30 Uhr


Zum Newsletter anmelden

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

Pleasure & Pain, Loss & Gain, Fame & Shame, Are all the Same, They're all just Happening... ~ Ram Dass